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Pfeifer's Fehlgriff [21.11.2009]  

Der DPolG ist kurzfristig unter der Hand der Fragebogen zur geplanten KFN- Studie "Gewalt gegen Polizeibeamte" zugegangen. Die DPolG bewertet den Fragebogen als untragbar und hat Innenminister und Landespolizeidirektor aufgefordert, unter diesen Umständen eine Teilnahme der schleswig- holsteinischen Polizisten abzulehnen!

Zur Vorgeschichte:

Die Innenministerkonferenz hat aus gegebener Veranlassung eine wissenschaftliche Studie zum Thema "Gewalt gegen Polizeibeamte" in Auftrag gegeben. Der Auftrag wurde an das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen unter Leitung von Prof. Dr. Christian Pfeifer erteilt. 

Warum steigen die Fallzahlen der Gewalt gegen Polizisten so bemerkenswert an? Welche Möglichkeiten gibt es, diesen Trend zu stoppen und umzukehren?

Erwartete Antworten auf diese Fragen nährten die Hoffnung in die teure Studie. Die Mitarbeiter wurden informiert und animiert, an dieser Studie teilzunehmen. Je mehr Teilnehmer, desto repräsentativer und aussagekräftiger die Studie war die Losung.

Der KFN- Fragebogen wurde bis zuletzt unter Verschluss gehalten. Offenbar aus gutem Grund. Der Fragebogen ist mehr als fragwürdig. Er ist aus Sicht der DPolG ein Skandal.

In fast einer Stunde werden die Beamten ausgefragt über persönliche Daten, die die zugesicherte Anonymität stark in Frage stellen, mit tendenziösen gesellschaftspolitischen Aussagen mit Stammtischcharakter und der Frage, wie sie selbst zu diesen Aussagen stehen bis hin zu frühkindlichen Erfahrungen im Elternhaus. 

Fragen nach dem Muster "Wurden Sie als Kind von ihren Eltern in den Arm genommen?" oder "wurden Sie als Kind von ihren Eltern gestoßen oder mit Gegenständen geschlagen" sind nicht tragbar, schon gar nicht in einer Fragebogenaktion.

In weiten Bereichen wird man das Gefühl nicht los, die Macher des Fragebogens haben die Zielrichtung aus den Augen verloren und ihren Auftrag uminterpretiert.

Die DPolG nimmt wohlwollend zur Kenntnis, dass einige Innenmister im Bund und den Ländern diese Wahrnehmung teilen und als Auftraggeber die Studie zunächst gestoppt haben. Der Fragebogen in dieser Form ist diskriminierend und tendenziös. Eine Mitbestimmung im Personalrat hat bisher nicht stattgefunden.

Da keinerlei zeitliche Eile besteht sollte der Fragebogen massiv überarbeitet werden. Sollte das KFN sich uneinsichtig zeigen muss dem KFN der Auftrag entzogen werden. 

Der Landesvorstand

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