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Zweifel an KFN- Studie [27.02.2010]  

Wiederholt wurden wir von Kollegen angesprochen, wie wir zur KFN- Studie Gewalt gegen Polizeibeamte stehen.

Die DPolG findet es sehr schade, dass das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen nicht in der Lage war, dieses Thema neutral und professionell zu bearbeiten. Erst in letzter Minute wurde der Fragebogen bekannt und führte dazu, dass der Bund und mehrere Bundesländer die Aktion sofort stoppten. Hintergrund waren die bekannten Skandalfragen hinsichtlich frühkindlicher Gewalterfahrungen von Polizisten und nach inneren Einstellungen zu Stammtischparolen in der Gesellschaft.

In wesentlichen Bereichen musste man annehmen, das KFN habe den Auftrag umgedeutet und war vielmehr daran interessiert, der Polizei den schwarzen Peter zuzuschieben. Anscheinend unter dem Druck, einen gewinnbringenden  Auftrag zu verlieren, wurde der Fragebogen entschärft. Trotzdem enthält der Fragebogen strittige Fragenkomplexe, z.B. nach der Herkunft des Polizeibeamten (Westdeutschland, Ostdeutschland, anderer ethnischer Hintergrund), zu dem Ort seines Schulabschlusses (Ostdeutschland/ Westdeutschland), zu Größe und Gewicht des Polizeibeamten u.s.w.

Derartige Fragen erscheinen datenschutzrechtlich bedenklich und nähren das Misstrauen in das KFN. Aus Sicht der DPolG ist das KFN nicht der richtige Vertragspartner und wir hätten gerne gesehen, dass die Deutsche Hochschule der Polizei diesen Auftrag übernimmt. Hier hätten wir mehr Sachlichkeit und Sachkunde erwartet, ein solches gesellschaftliches Phänomen erklären zu können.

Da der Bund und etliche Bundesländer verständlicherweise aus dem KFN- Projekt ausgestiegen sind haben wir Zweifel an der belastbaren Aussagekraft einer derartigen Rumpf-Studie. Die Tatsache, dass mittlerweile das Mitmachen an der Studie angeboten wird wie "Sauerbier", die Befragungszeit verlängert wurde und Vorgesetzte in die Pflicht genommen werden, ihre Mitarbeiter zur Teilnahme an der Studie anzuhalten untermauern unsere Zweifel ebenso wie die nicht stattgefundene Beteiligung des Personalrats im Vorwege.

Insofern raten wir unseren Mitgliedern, sich den Fragebogen anzuschauen und selbst zu entscheiden, ob sie eine Teilnahme an einer Rumpfstudie für sinnvoll halten.

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