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Personalverteilung in der Landespolizei [28.02.2012]  

Eines der beherrschenden Themen in der Landespolizei ist seit einigen Wochen das Ergebnis der „AG Stellenverteilung“. Über das Ergebnis und den Stand der Dinge haben wir in den letzten Ausgaben des Polizeispiegels berichtet und werden das auch weiter tun.

Die AG hatte im Dezember ihr erstes Berechnungsergebnis einer „gerechten“ Personalverteilung vorgelegt. Bis Mitte Februar hatten nunmehr die Behörden Gelegenheit, zu den Berechnungen Stellung zu nehmen.

Erwartungsgemäß wurde eine Vielzahl von Themen in den Stellungnahmen der einzelnen Behörden bewegt. Je nach Lage und Organisation wurden die brennenden örtlichen Themen noch einmal kritisch beleuchtet. Diese Stellungnahmen werden nun aufbereitet und von der AG abgearbeitet. Mitte März dürfte dann die endgültige Berechnung verbindlich vorliegen.

Für die DPolG ist sehr klar, dass die Ergebnisse im Wesentlichen nicht von einem anderen Stern sind. Obwohl die Berechnungen mit anderer Systematik durchgeführt wurden, ergaben sich Parallelen zu früheren (nicht umgesetzten) Berechnungen von Schwarz und Schipper. Insoweit ist es ein Akt der Solidarität, wiederholt personell als zu knapp bewertete Behörden alsbald anzugleichen. Hierzu sollten schon die Personalersatzplanung 2012 und die Landesvormerkliste genutzt werden.

Fakt ist aber auch, dass die Bedarfsplanungen ein sich ständig fortentwickelnder Prozess sein müssen. Dieses muss auch schon deshalb so gesehen werden, weil elementare Zahlen in diese Berechnung nicht mit einfließen konnten, weil die Zahlen nicht als „valide“ eingestuft wurden. Beispielhaft sind die Einsatzzahlen der Regionalleitstellen zu nennen und die Zahlen der bearbeiteten Verkehrsstraftaten inklusive der Unfallfluchten. An dieser Stelle ist auch erkennbar, dass es an einigen Stellen ein Problem mit der Datenqualität im Lande gibt.

Für die DPolG ist es aber auch wichtig, die als Berechnungsgrundlage anerkannten Gesundheitsaspekte als verbindlich festzuschreiben. Wenn es aus arbeitsmedizinischer Sicht Fakt ist, dass deutlich weniger als zehn Nachtdienste als gesundheitlich vertretbar angesehen werden, dann muss das auch umgesetzt werden. Es kann ja nicht sein, dass unter dem Deckmantel der Arbeitsmedizin sieben Nachtdienste im Monat im Wechselschichtdienst bei der Personalverteilung als Belastungsgrenze verwendet werden und in der Realität zehn und mehr geleistet werden.

Schlussendlich muss man aber auch feststellen, dass es eine rein mathematische Berechnung von Polizeibedarf wohl nicht geben kann. Die regionalen Unterschiede und die Vielzahl von unterschiedlichen Aufgaben erlauben lediglich einen groben Blick auf die Organisation. Es kann nun nicht unser Bestreben sein, künftig haufenweise Statistiken zu bedienen, damit die Rechenmaschine für Personalverteilung gefüttert wird.

In diesem Zusammenhang bin ich auf ein Zitat von Albert Einstein gestoßen, das dieses Thema ganz gut abschließt: „Nicht alles, was zählt, kann gezählt werden. Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt.“

Torsten Gronau

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