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150 wütende Polizisten in der Innenstadt [23.03.2006]  

Lübeck - ov Die Wut scheint riesig: Unter ohrenbetäubendem Lärm ihrer Trillerpfeifen haben gestern 150 Polizeibeamte in der Lübecker Innenstadt demonstriert.

Dazu aufgerufen hatte die Deutsche Polizeigewerkschaft im Deutschen Beamtenbund (DPolG). Grund sind die radikalen Sparpläne der schwarz-roten Landesregierung: In der vergangenen Woche hatte das Kabinett angekündigt, in den kommenden beiden Jahren 600 Millionen Euro einsparen zu wollen. Landesbedienstete sollen - trotz gegenteiliger Koalitionsaussagen — Streichungen von Weihnachts- und Urlaubsgeld hinnehmen müssen.

„Noch vor einem Jahr hat die CDU mit uns gemeinsam gegen die Sparpläne von Rot-Grün demonstriert“, so Thorsten Gronau, Vorsitzender der DPolG Lübeck, vor seinen versammelten Kollegen. „Unter der CDU, hieß es damals, würde es das nicht geben. Aus heutiger Sicht war das eine schamlose Lüge.“ Gronau warf der Großen Koalition in Kiel „von langer Hand vorbereiteten Wahlbetrug“ vor. „Es ist nicht hinnehmbar“, so Gronau weiter, „dass man die Polizei ständig als Sparschwein der Nation missbraucht, weil es so schön einfach ist, uns per Gesetz in die Tasche zu greifen.“ Die Polizei habe sich immer kooperativ gezeigt, wenn es darum ging, notwendige Einsparungen mitzutragen. „Aber jetzt muss endlich Schluss sein“, forderte Gronau unter Applaus und Pfiffen der demonstrierenden Beamten. In dieser Frage sei man sich auch mit der Partnergewerkschaft GdP einig. Man werde sich in keinem Fall auseinander dividieren lassen. Demonstrativ trat dann auch Dierk Dürbrook, Vorsitzender der GdP Lübeck, bei der Demonstration auf. Der Kern der Botschaft, die er mitbrachte, war so klar wie eindeutig: „Wir werden beschissen und müssen auf die Straße gehen.“

Beide Gewerkschafter betonten jedoch, dass die Polizei ihre Aufgabe, die Bürger zu schützen, nicht vernachlässigen werde. „Alle Kollegen“, so Gronau, „haben für die Aktion ihre Freizeit geopfert.“ Der Vorsitzende erhofft sich davon jetzt ein klares Signal nach Kiel. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) hatte zwar bereits angekündigt, „in den Sturm“ gehen zu wollen, und den Sparkurs gegen alle Angriffe zu verteidigen. „Doch wer Sturm sät“, so Gronau weiter, „der wird einen Orkan ernten.“

Quelle: Lübecker Nachrichten vom 23.03.2006

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